Bjarne Riis – Einstiges Idol entlarvt sich als Lügner

Da saß er also gestern, der „Sportsmann“ Bjarne Riis und gab dem Druck nach einer öffentlichen Erklärung nach. Dabei war es weniger überraschend, dass er sich in die Liste der Dopingsünder einreihte, sondern vielmehr die Art, wie er das tat. Im Gegensatz zu seinen geständigen ehemaligen Teamkollegen zeigte er nicht wirklich Reue oder glaubhaftes Bedauern über sein systematisches Doping. Auch dass er das ein oder andere mal lachte oder verschmitzt lächelte, zeigte, dass ihm seine Vergehen der Vergangenheit nicht wirklich leid tun und er sich nur stellte, um weitere für ihn lästige Nachfragen in der Zukunft abzuschwächen. Obwohl er ALLE seine Erfolge mit Hilfe von Doping (1993-98) erzielte, ist er trotzdem noch stolz darauf. Der extremste Spruch im Rahmen seiner Pressekonferenz kam auf die Frage, welche Dopingmittel er benutzte und lautete sinngemäß:

„Nur EPO, Wachstumshormone und Cortison – aber sonst nichts. Das war alles.“

Als ob es (damals) noch viele andere Dopingmittel gab, die sinnvoll gewesen wären. Das hört sich so an, als sei das eine Bagatelle gewesen. Aus den Aussagen war auch herauszuhören, dass Riis so viel Doping wie möglich benutzte – von Skrupeln keine Spur.

Gerade hab ich noch mal fünf Artikel zu der Pressekonferenz gesammelt:
„Bin stolz auf meine Ergebnisse“ (von n-tv)
„Epo war ein Teil meines Alltags“ (spiegel.de)
„Arroganter Sünder ohne Reue“ (spiegel.de)
„Falscher Stolz“ (sueddeutsche.de)
„Von Achilles bis Zabel“ (faz.net)

Ein Kommentare zu diesem Beitrag.

  1. Fröschel sagt:

    Übrigens ist MAN jetzt beim Team CSC (Bjarne Riis ist dort Sportdirektor) als zweitgrößter Geldgeber ausgestiegen, weil Riis jahrelang gedopt hat. Von wegen, wenn er keine Konsequenzen zieht, dann ziehen wir sie eben.

Dein Kommentar »