Städte-Hopping an der Bergstraße

Am Samstag war ich mit meiner Freundin auf großer Tour entlang der schönen Bergstraße. Unsere erste Station war das Schloss Alsbach, das eher eine Burg als ein Schloss war. Bei dem herrlichen Wetter konnte man z.B. bis zum Atomkraftwerk Biblis sehen. Neben dem malerischen Ambiente ist unter anderem die enorme Stärke der Mauern bemerkenswert. ”Schloss Alsbach

Alsbach gehört zur Gemeinde Alsbach-Hähnlein und liegt zwischen Seeheim- Jugenheim und Zwingenberg.
Unsere nächste Station war Bensheim, wo eine Art Kinderfest stattfand und entlang der Fußgängerzone immer wieder Hüpfburgen und andere Vergnüglichkeiten gesäumt mit herumtollenden Kindern zu bestaunen waren. Schön zur Geltung kamen hier die Weinberge, die hautnah zu bestaunen waren und sich direkt an einen idyllisch angelegten Park anschlossen.
Beschwingt ging es weiter nach Heppenheim. Dort gab es Marktplatz und Rathaus zu sehen, an dem eine der vielen Hochzeiten dieses 7.7.07 statt fand. Insgesamt bekamen wir an diesem Tag ca. 10 Hochzeiten bzw. Brautpaare und Hochzeitsgesellschaften mit. Ob die wohl alle wissen, dass die Scheidungsrate von Paaren mit solchen „Schnaps-Vermählungsdaten“ über dem Durchschnitt liegt? Angekommen am „Dom“ (Kath. Pfarrkirche St. Peter, „Dom der Bergstraße“) war auch schon die nächste Zeremonie im Gange, die sich dem Ende näherte und uns vorerst den Weg in die Besichtigung des Doms verwährte. Derweil schauten wir uns das unweit gelegene kleine Feuwerwehrmuseum an, das im Vorgarten mit liebevoll aufgebauter Modellkulisse beeindruckte. Im Hintergrund auf dem Schlossberg thront die Starkenburg. Auf dem Weg zurück zum Auto waren noch weitere der vielen individuell gestalteten Laternen (mit Infotext) zu begutachten.

Nächste Station war Weinheim, die größte Stadt des Rhein-Neckar-Kreises. Schon nach kurzer Gehzeit waren auf dem Wachenberg die beiden Wahrzeichen, die Ruine Windeck und die Wachenburg zu sehen, welche Weinheim den Beinamen „Zwei-Burgen-Stadt“ gaben. Auf dem Dürreplatzfest an selbigem Platz lauschten wir etwas der Laudenbacher Bigband mit dem saxophonspielenden Frosch als Logo. Weiter bergauf war das Weinheimer Schloss zu sichten, in dem das Rathaus ist. Und was gab es dort zu erleben und zu sehen? Richtig, weitere Hochzeiten. Wenn wir kein Paar übersehen haben, waren es dort drei. Obwohl anscheinend mehrere Trauungen parallel liefen, stand schon wieder ein weiteres Brautpaar Schlange. Außergewöhnlich waren die venezianischen Kostüme einer Hochzeitsgesellschaft, mit denen das aus dem Standesamt schreitende Brautpaar empfangen wurde.

Letzte Station unseres Städte-Hoppings war das allseits bekannte Heidelberg. Doch dieses zeigte sich zuerst von seiner schlechten Seite, und das sogar in zweierlei Hinsicht. Zuerst durch die unansehnlichen Gebäude von Weststadt und Südstadt, die wir auf dem Weg zur Altstadt durchqueren mussten. Die Bauwerke im Plattenbau-Stil und mit ähnlicher Architektur waren wirklich abschreckend, teils sogar einfach nur hässlich. Zum zweiten quälten der akute Parklatzmangel und die für ortsunkundige schwer zu durchschauende Verkehrsführung und -beschilderung. Ursprünglich wollten wir einen kostenlosen oder zumindest günstigen Parkplatz finden. Nach einer Odyssee von ungefähr einer halben Stunde fuhren wir aber dann doch entnervt in eines der teuren Parkhäuser. Für diese Strapazen wurden wir später zumindest etwas belohnt, denn es gab viel zu sehen. Wir gingen zielstrebig zur seit 1890 in Betrieb befindlichen Bergbahn, die vom Kornmarkt vorbei am Heidelberger Schloss über die Umsteigestation Molkenkur auf den Königstuhl führt. Wir fuhren aber nur bis zum Schloss, wo es mehr als genug zu sehen und zu gehen gab. An die mächtige Gebäudeanlage grenzt ein riesiger Park an, der Hortus Palatinus. Leider ist von der Anlage nicht mehr viel erhalten und das meiste sind nur noch Grün-/Rasenflächen. Seinerzeit galt er jedoch mit seinen prächtigen Anlagen lange Zeit als das achte Weltwunder. Trotz des inzwischen sehr bewölkten Wetters konnte man von der Anlage einen wundervollen Blick über die Heidelberger Altstadt und Neckar(tal) werfen. Auch der Marktplatz und die Heiliggeistkirche, die wir uns später ebenfalls von nahem ansahen, waren schön zu erkennen.

Zum Abschluss unseres Städte-Hoppings entlang der Bergstraße ging es zum Uhren-Schorsch nach Fürth-Erlenbach. Dort gab es nach den energieverschlingenden Aktivitäten des Tages ein köstliches Abendessen. Ich bekam frisch „flambiert“ einen „Rebellenspieß am Galgen“ serviert und Kartoffelschnitzen als Beilage. Dahinter verbargen sich leckere Medaillons, die innen zart und außen knusprig waren.

Wer bis hierhin gelesen hat, kann die komplette Bildergalerie dieses Ausfluges ansehen (wer nur gescrollt hat oder über einen Link dorthin gelangte natürlich auch).

3 Kommentare zu diesem Beitrag.

  1. Fröschel sagt:

    Ich hätt‘ gern den saxophonspielenden Frosch als Bild des Monats 🙂
    Und Faust und sein Weinfass müssen wir übrigens in Leipzig suchen…schade, dabei ist die Bergstrasse so nah!

  2. Fröschel sagt:

    So, der Monat ist rum und es gibt keinen eindeutigen Sieger für das Bild des Monats. Davon mal abgesehen, dass eh nur zwei Zeigefinger in der Lage waren ein Bild anzuklicken. Tz….sowas! Ich schick Dir nachher auch mal ein paar von den Photos vom Wochenende…
    😀

  3. ichKlaus sagt:

    Tja – die Kategorie Bild des Monats kann ich wohl gleich wieder abschaffen. Zumindest die Abstimmung. Ist ja völlig witzlos, wenn keiner mitmacht – schade! Besser ist wohl eine Kategorie, in der ich selbst in loser zeitlicher Abfolge besondere Bilder verlinke. Dafür kann ich dann ja zumindest Vorschläge entgegennehmen.

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